DMRT3 Gen

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Traberzucht

ein komplexes Experiment

 

Männliche und weibliche Keimzellen verschmelzen bei der Fertilisation. Dabei bilden die Erbgutteile der Stute mit jenen des Hengstes den Grundstein eines neuen einzigartigen Individuums. Abhängig von der Qualität des Erbgutes kann ein solches Individuum ein Spitzen Crack werden.

Das väterliche und das mütterliche Erbgut ist in Form von Genen auf der Desoxyribonukleinsäure oder DNS (DNA) festgelegt. Auf langen Strängen aufgerolltes DNS bildet die Grundsubstanz der Chromosomen. Chromosomen sind mikroskopisch sichtbar und kommen paarweise in den Zellen vor. Nach der Reduktionsteilung ausgesondert in den Spermien und den Eizellen.  Das moderne Pferd hat 32 Chromosomenpaare der Esel 31 und ein Przewalski Pferd 33.

Das Pferdegenom ist  nur etwas kleiner als das des Menschen. Durch gezielte Selektion von Vater- und Muttertieren sind die unterschiedlichen Pferderassen entstanden.

Beim amerikanischen Traber und den verwandten europäischen Linien führte das dazu, das 100% der  Tiere das „Trabgen“ (also die Eigenschaft zu Traben) zweimal in ihrem Erbgut tragen (die s.g. AA typen).  Das „Trabgen“ ist eine Mutation des DMRT3 Gens.  Auf diesem DMRT3 Gen liegt normalerweise das so genannte C-allele (Wildtyp). Die mutierte Version beim Traber wird als das A-Allele bezeichnet und dominiert über das C-allele.

Viele Traber haben den AA Genotyp. Bei französischen Trabern kommen aber auch manchmal die AC Genotypen vor, und das auch durchaus bei Cracks. Diese Pferde sind aber eher etwas später reif und bis in das fortgeschrittene Rennalter leistungsfähig. Bei Vollblütern hat man noch ein Speed-Gen gefunden, nicht aber bei Trabern. Nach weiteren leistungsabhängigen Genen wird noch geforscht.